Die Auswirkung neuer Antriebstechniken im Automobil auf den Bedarf an Aluminiumgusslegierungen und die Verschlechterung der Rahmenbedingungen für die europäische Aluminiumrecycling-Industrie im internationalen Wettbewerb bildeten Themenschwerpunkte auf dem 10. Internationalen Aluminiumrecycling Kongress der OEA am 2. und 3. März 2009 in Berlin. Zahlreiche Teilnehmer aus 19 Ländern diskutierten mit hochkarätigen Experten aus Industrie, Handel, Verbänden und dem Europäischen Parlament und nutzten die Gelegenheit, sich über Möglichkeiten zur Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise mit Kollegen, Lieferanten und Kunden auszutauschen.
Als erhebliche Bedrohung des Aluminiumrecyclings in der europäischen Union wurde vor allem der Emissionshandel gesehen, dem sich nach den Plänen der EU Kommission ab 2013 auch die Sekundäraluminiumhütten unterwerfen sollen.
Die Internationalität des Aluminiumrecyclings wurde durch Beiträge über den aktuellen Stand des Aluminiumrecyclings in Russland, China und Indien unterstrichen. Vorträge zur Schmelztechnik, über eine neue Technik zur Rückgewinnung von Aluminiummetall aus Aluminiumlegierungen, die Verwertung von Aluminium in Flugzeugen, ein Aluminiumprojekt von Jaguar, das Rohstoffpotential der Aluminiumverpackung und die Bedenken gegen Versuche, die Nachhaltigkeit des Aluminiums am Anteil recycelten Aluminiums in Produkten zu bestimmen, dokumentierten die große Bedeutung und die Vielseitigkeit des Aluminiumrecyclings in Europa und der Welt.
v.i.S.d.P. Günter Kirchner, Organisation of European Aluminium Refiners and Remelters (OEA)