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Alu-TV® Kongress

Trend zum Leichtbau im Automobil hält an
Alu-TV® und Alu-Scout® auf dem European Aluminium Congress 2009

Mehr als 200 Teilnehmer kamen Ende November 2009 zum European Aluminium Congress nach Düsseldorf. Auf dem vom GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie zum Thema  „Aluminium im Automobil – Werkstoff für Leichtbau und Design“ ausgerichteten Kongress wurden die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Aluminium im PKW vorgestellt. Alu-TV® war als Media- und Kooperationspartner des GDA live vor Ort, um Sie über alle wichtigen News und Trends der Branche mit bewegten Bildern zu informieren.

 

Christian Wellner,Geschäftsführer des GDA, im Alu-TV Interview auf der GDA 2009

 

Hochkarätige Vertreter aus der Automobilindustrie präsentierten innovative und aktuelle Lösungen zum Thema Leichtbau mit Aluminium. In sechs Sessions wurden Weiterentwicklungen, die die Fahrzeuge der Zukunft noch leichter und energieeffizienter werden lassen, diskutiert. Die Themen der Sessions reichten von neuen hochfesten Aluminiumlegierungen über im Stranggießen hergestellte Mehrschichtwerkstoffe und konventionelle Plattierwerkstoffe bis mittels Rührreibschweißen hergestellte Aluminium Taylored Blanks. Neue Fügeverfahren wie etwa Reibpunktschweißen und Sonderschraubverfahren oder Mechanisches Fügen und Kleben, die in modernen Hybridbauweisen unverzichtbar sind, wurden ebenfalls ausführlich diskutiert. Pulverwerkstoffe, Oberflächenreinigung, Oberflächenstrukturierung und -veredelung wie auch direktes Strangpressen von Aluminiumspänen ohne vorherigen Schmelzprozess und die Herstellung von verstärkten Strangpressprofilen ergänzten das Vortragsportfolio.

 

Zum Auftakt des Kongresses referierte Heinrich Timm, Leiter des Aluminium- und Leichtbauzentrums von Audi, über die Entwicklung des Aluminiumeinsatzes im Automobil und blickte auf die zukünftigen Chancen des leichten Werkstoffs. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Marke mit den vier Ringen auf diesem Feld ein breit gefächertes Know-how aufgebaut. Intelligente Leichtbaukonzepte, entwickelt im unternehmenseigenen Aluminium- und Leichtbauzentrum, das im Dezember 2009 sein 15jähriges Bestehen feierte, stehen bei allen Fahrzeugkonzeptionen im Vordergrund

 

Heinrich Timm arbeitet seit mehr als dreißig Jahren bei Audi und gilt als einer der Leichtbau-Pioniere, die bereits 1983 das „Aluminium intensive Fahrzeug“ entwickelten. Timms Zielsetzung ist der wirtschaftliche Leichtbau für die Großserie. Dabei denkt er weit über den Werkstoff Aluminium hinaus. „Unser Ziel ist es, die Potenziale von Werkstoffen für leichte Fahrzeuge optimal zu nutzen und damit die richtigen Materialien an der richtigen Stelle einzusetzen“, so Timm. Die Potenziale anderer Materialien werden dabei mit Nachdruck untersucht. Die Umbenennung des Aluminium-Zentrums im Jahr 2002 in „Aluminium- und Leichtbau-Zentrum“ dokumentierte schon damals, dass bei Audi die Zukunft in einer intelligenten Mischbauweise der Karosserien gesehen wurde.

 

Zu den anderen Materialien, die Timm anspricht, gehört auch der ewige Aluminium-Rivale Stahl. Die Stahlbranche hat in den vergangenen Jahren, aufgeschreckt durch die Entwicklung des Aluminium-Space-Frame, enorme Anstrengungen unternommen, verstärkt hochfeste Stähle für den Karosseriebau zu entwickeln. Der Forschungsschwerpunkt lag vor allem in der Entwicklung neuer und innovativer Stahlwerkstoffe für den Leichtbau und deren Verarbeitung. Das Ergebnis sind Stahlsorten, die sich durch hervorragende Umformeigenschaften gerade im Hinblick aus das Innenhochdruckumformen und das Hydroforming auszeichnen. Diese gemeinsame Forschungsarbeit der Stahlindustrie wird von Audi als vorbildlich angesehen, Audi und auch andere Automobilhersteller erwarten von der Aluminiumindustrie zukünftig größere Anstrengungen bei den notwendigen Entwicklungsarbeiten. Diese Einschätzung teilte auch GDA-Präsident Friedrich W. Brökelmann im Gespräch mit Alu-TV®. „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir uns aufstellen nach der Krise und wo wir neue Produkte, Materialien und Anwendungen für Aluminium erschließen können“, so Brökelmann. Das müsse gemeinsam mit den Anwendern aus der Automobilindustrie diskutiert werden, die Aluminiumindustrie müsse in Zukunft mehr Initiative bei der Entwicklung unterschiedlichster Anwendungen entwickeln.

 

Ein Beispiel für ein Gemeinschaftsprojekt der Branche war die in der den Kongress begleitenden Ausstellung präsentierte Rohkarosserie des SuperLightCar (SLC) - Projektes. Koordinator dieses Projekts war Volkswagen. Als Partner engagierten sich Automobilhersteller wie Fiat, Daimler, Porsche, Renault, Volvo und Opel, dazu zehn Unternehmen aus Forschung und Entwicklung, zehn Zulieferer (u.a. Hydro und Corus), sieben Universitäten sowie drei kleine und mittelständische Unternehmen. Als Ausgangspunkt nahm das Projekt die Rohkarosserie eines Golf V und suchte nach Wegen, diese neu zu gestalten.

 

Auch wenn das Endergebnis kein Voll-Aluminium-Auto war, so ist der Ansatz, auf den sich die Projektteilnehmer einigen konnten, ein neues Multi-Material („MM“)-Leichtbaudesign, in dem Aluminium als klarer Gewinner gegenüber konkurrierenden Materialien (neuen Stahlsorten, Polymere/ Plastikverbundstoffe oder Magnesium) hervorging. Das Projekt erreichte so Gewichtsreduzierungen von mindestens 35 Prozent oder 100 Kilogramm. „Wir mussten weit mehr erreichen, als nur ein paar Kilo zu verlieren“, sagt Jürgen Hirsch von der Hydro-Forschung & Entwicklung in Bonn, der während des gesamten Projekts am „SuperLIGHT Car“ mitarbeitete. „Mit unseren Lösungsansätzen und Forschungsergebnissen haben wir ein Superergebnis erzielt: Die Automobilhersteller entschieden sich im Schlusskonzept des SLC-Projektes für Aluminium als ideales Leichtbaumaterial für die meisten Teile der Rohkarosserie, was die Hälfte des Gewichts ausmacht.“

 

Der Tagungsband zum Kongress kann zum Preis von 196,50 € zzgl. 7,50 € Verpackungspauschale direkt beim GDA angefordert werden.

 

Das Alu-TV®-Team führte Interviews mit Experten der Automobil- und Alumi-niumbranche, um Ihnen neben den aktuellen Stimmungen und Entwicklungen auch die Highlights des Kongresses zu präsentieren.

 

Die Interviews mit Dirk Schneider, Sales Area Manager Central & Eastern Euro-pe von Sapa Automotive, Dr. Karl-Heinz Hägele, Geschäftsführer der Leiber Group GmbH & Co. KG, Frank Busenbecker, Kfm. Geschäftsführer der Erbslöh Aluminium GmbH, Frans Kurvers, dem Geschäftsführenden Gesellschafter der apt Hiller GmbH sowie mit GDA-Präsident Friedrich W. Brökelmann und GDA-Geschäftsführer Christian Wellner, finden Sie neben unserer Reportagehier auf www.alu-tv.com.

 

Titel der Veranstaltung

European Aluminium Congress 2009

Typ:

Kongress

Kurzprofil:

Kongress zum Thema:

„Aluminium im Automobil – Werkstoff für Leichtbau und Design“

Termin:

23 / 24.11.2009

Ort der Veranstaltung:

Maritim Hotel

Maritimplatz 1

40474 Düsseldorf

Homepage:

www.aluminium-congress.de

Veranstalter:

Verantwortlich:

Anncathrin Wener

Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V.

Telefon:

+49 2 11 - 47 96 282

Fax:

+49 2 11 - 46 96 410

 

Anncathrin Wener

Öffentlichkeitsarbeit

Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V.

Am Bonneshof 5

40474 Düsseldorf

Telefon: 0211/4796-282

Fax: 0211/4796-410

E-Mail:

web: www.aluinfo.de

 

EUROPEAN ALUMINIUM CONGRESS 2009

vom 23. - 24. November 2009 im MARITIM-Hotel Düsseldorf:

 

 

 

 

 

Alu-tv auf der European Aluminium Congress 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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